FAQ – Häufige Fragen zum Brandschutz

Feuerlöscher

Wie oft muss ein Feuerlöscher gewartet werden?

Feuerlöscher müssen gemäss Schweizer Norm alle 3 Jahre durch einen zertifizierten Fachbetrieb gewartet werden. Zusätzlich empfehlen wir eine jährliche Sichtprüfung durch den Betreiber.

Welcher Feuerlöscher ist für die Küche geeignet?

Für Küchen und Gastronomie empfehlen wir ausschliesslich Fettbrand-Feuerlöscher der Brandklasse F (ABF). Herkömmliche Feuerlöscher sind für Fettbrände ungeeignet und können eine gefährliche Fettexplosion auslösen.

Was bedeuten die Brandklassen A, B, C, D und F?

Brandklasse A = feste Stoffe (Holz, Papier), B = flüssige Stoffe (Benzin, Öl), C = gasförmige Stoffe, D = Metallbrände (Aluminium, Magnesium), F = Fett- und Ölbrände in der Küche.

Welcher Feuerlöscher eignet sich für Serverräume und EDV-Anlagen?

Für Serverräume und EDV-Anlagen empfehlen wir CO2-Feuerlöscher (Kohlendioxid). Sie löschen rückstandsfrei und beschädigen keine elektronischen Geräte.

Was ist VKF-Zulassung und warum ist sie wichtig?

Die VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen) ist die Schweizer Brandschutzbehörde. VKF-zugelassene Produkte sind offiziell für den Einsatz in der Schweiz anerkannt und erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen.

Kann ich einen Feuerlöscher selbst entsorgen?

Nein – Feuerlöscher müssen fachgerecht entsorgt werden. Wir bieten einen Entsorgungsservice an. Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

Was ist der Unterschied zwischen Schaum- und Wassernebel-Feuerlöschern?

Schaum-Feuerlöscher eignen sich für Brandklassen A und B, sind fluorfrei (PFAS-frei) erhältlich und hinterlassen wenig Rückstände. Wassernebel-Feuerlöscher basieren auf destilliertem Wasser, sind besonders umweltfreundlich und geeignet für Brandklassen A und F.

Wie viele Feuerlöscher brauche ich in meinem Betrieb?

Gemäss VKF-Brandschutzrichtlinien ist mindestens ein Feuerlöscher pro 300 m² Nutzfläche vorgeschrieben. Die genaue Anzahl hängt von der Brandgefährdung, der Gebäudegrösse und dem Nutzungstyp ab. Wir beraten Sie gerne.

Sind Ihre Feuerlöscher für die Schweiz zugelassen?

Ja – alle unsere Feuerlöscher sind VKF-zugelassen und erfüllen die Schweizer Brandschutznormen. Sie sind schnell lieferbar in der ganzen Schweiz.

Rettungszeichen

Was ist der Unterschied zwischen Brandschutzzeichen und Rettungszeichen?

Brandschutzzeichen (rot) kennzeichnen Löscheinrichtungen wie Feuerlöscher, Löschschlauch und Handalarmtaster. Rettungszeichen (grün) kennzeichnen Fluchtwege, Notausgänge und Erste-Hilfe-Einrichtungen.

Welche Norm gilt für Rettungszeichen in der Schweiz?

In der Schweiz gilt die Norm SN EN ISO 7010. Alle unsere Rettungszeichen und Brandschutzzeichen sind nach dieser Norm gefertigt und VKF-anerkannt.

Was bedeutet 215 mcd/m² bei Rettungszeichen?

215 mcd/m² ist die Leuchtdichte gemäss DIN 67510-1 Klasse C. Diese Schilder leuchten nach Lichtabsorption bis zu 51 Stunden nach – ideal für Stromausfälle und Notfallsituationen.

Löschposten / Wandhydranten

Was ist der Unterschied zwischen Aufputz- und Unterputz-Löschposten?

Aufputz-Löschposten werden an der Wand montiert und sind von aussen sichtbar. Unterputz-Löschposten werden in die Wand eingebaut und sind platzsparender – ideal für repräsentative Gebäude.

Wie oft muss ein Löschposten gewartet werden?

Gemäss Norm EN 671-3 müssen Löschposten jährlich durch einen Fachbetrieb geprüft werden. Wir bieten eine Servicekontrolle nach EN 671-3 an.

Schulungen & Training

Welche Brandschutzschulungen bieten Sie an?

Wir bieten Brandschutzkurse, Brandschutzschulungen und Handfeuerlöschtrainings in 5 Modulen an – von der reinen Theorie (Modul 1) bis zum praxisnahen Training im Brandhaus (Modul 5). Kurse finden vor Ort in Ihrem Betrieb statt.

Für wie viele Personen sind die Schulungen geeignet?

Je nach Modul sind die Kurse für 20 bis 60 Personen ausgelegt. Modul 1 und 2 für bis zu 20 Personen, Modul 4 und 5 für bis zu 60 Personen.

Brauche ich echte Feuerlöscher für das Training?

Nein – wir verwenden spezielle Übungs-Feuerlöscher und Handfeuerlöschtrainer (ECO II, Evolution, Smartfire). Diese simulieren den Löschvorgang realistisch ohne echtes Feuer oder Löschmittelverbrauch.

Li-Ionen Akkus / E-Mobilität

Welcher Feuerlöscher eignet sich für Lithium-Ionen-Akkus?

Für Li-Ionen-Akkus empfehlen wir Gel-Feuerlöscher (6–50 Liter) oder F-500-Feuerlöscher (1–50 Liter). Diese kühlen den Akku effektiv und verhindern das Thermal Runaway.

Kann ich einen normalen Feuerlöscher für E-Bike oder E-Auto Brände verwenden?

Nein – herkömmliche Feuerlöscher sind für Lithium-Ionen-Brände ungeeignet. Wir empfehlen Gel- oder F-500-Feuerlöscher sowie Löschdecken für Elektrofahrzeuge und E-Bikes.

Was ist eine Präventivbox für Lithium-Ionen-Akkus?

Eine Präventivbox (AkkuGuard) ist eine feuerfeste Sicherheitsbox zur sicheren Lagerung von Li-Ionen-Akkus. Sie verhindert die Ausbreitung eines Akkubrandes auf die Umgebung.

Rauchmelder

Wo muss ich einen Rauchmelder installieren?

Rauchmelder sollten in jedem Schlafzimmer, Flur und jeder Etage installiert werden. In der Schweiz empfiehlt die VKF die Installation in allen Räumen ausser Küche und Badezimmer. Montage an der Decke, mindestens 50 cm von der Wand entfernt.

Wie oft muss ein Rauchmelder getestet werden?

Rauchmelder sollten monatlich per Testknopf geprüft werden. Die Batterie ist je nach Modell alle 1–10 Jahre zu wechseln. Geräte mit 10-Jahres-Batterie (z.B. Cavius, FireAngel) sind wartungsärmer.

Was ist der Vorteil von funkvernetzten Rauchmeldern?

Funkvernetzte Rauchmelder alarmieren alle verbundenen Geräte gleichzeitig – auch wenn der Brand in einem anderen Raum ausgebrochen ist. Das erhöht die Reaktionszeit erheblich.

Was ist der Unterschied zwischen einem 230V- und einem batteriebetriebenen Rauchmelder?

230V-Rauchmelder sind dauerhaft mit dem Stromnetz verbunden und haben eine Batterie als Backup. Batteriebetriebene Modelle sind einfacher zu installieren, benötigen aber regelmässigen Batteriewechsel.

Defibrillatoren / AED

Was ist ein AED und wer darf ihn benutzen?

Ein AED ist ein lebensrettendes Gerät bei Herzstillstand. Er kann von jedermann ohne medizinische Ausbildung bedient werden – das Gerät gibt Schritt-für-Schritt-Anweisungen.

Welche AED-Modelle bieten Sie an?

Wir führen ZOLL AED 3 und ZOLL AED Plus – beide mit CPR-Feedback. Der ZOLL AED 3 verfügt zusätzlich über RapidShock-Technologie für schnellere Schockabgabe.

Wie oft müssen AED-Elektroden und Batterien ersetzt werden?

Elektroden haben eine Haltbarkeit von 2–5 Jahren. Batterien halten ca. 5 Jahre im Standby. Wir führen alle Original-Ersatzteile (Uni-padz, CPR-D padz, Stat-padz, Pedi-padz).

Wo sollte ein Defibrillator im Betrieb platziert werden?

Der AED sollte gut sichtbar, zentral und für alle Mitarbeiter zugänglich sein – mit AED-Schild ISO 7010 gekennzeichnet. Empfohlen wird eine Reaktionszeit von maximal 3 Minuten.

Shop / Lieferung / Allgemein

Liefern Sie in die ganze Schweiz?

Ja – wir liefern schnell und zuverlässig in die gesamte Schweiz. Die meisten Produkte sind ab Lager verfügbar und werden innerhalb von 1–3 Werktagen geliefert.

Bieten Sie auch Beratung für Unternehmen an?

Ja – wir beraten Unternehmen, Facility Manager und Sicherheitsbeauftragte bei der Auswahl der richtigen Brandschutzprodukte. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Kann ich Feuerlöscher auch zur Wartung einsenden?

Ja – wir bieten Feuerlöscher-Service, Neufüllung und fachgerechte Entsorgung an. Service alle 3 Jahre gemäss Norm, Neufüllung nach Einsatz oder Ablauf der Prüffrist.

Brandschutz im Betrieb

Wer ist im Betrieb für den Brandschutz verantwortlich?

Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung für den betrieblichen Brandschutz. Er muss einen Brandschutzverantwortlichen bestimmen, Brandschutzvorschriften umsetzen und Mitarbeitende regelmässig schulen – gemäss Arbeitsgesetz und VKF-Brandschutzrichtlinien.

Was muss ein Brandschutzkonzept enthalten?

Ein Brandschutzkonzept enthält Flucht- und Rettungswegpläne, Standorte der Löscheinrichtungen, Massnahmen zur Brandverhütung, Alarmierungsprozesse und Verantwortlichkeiten. Es ist für Neubauten und grössere Umbauten in der Schweiz vorgeschrieben.

Was ist der Unterschied zwischen aktivem und passivem Brandschutz?

Aktiver Brandschutz umfasst Massnahmen zur Branderkennung und -bekämpfung (Rauchmelder, Feuerlöscher, Sprinkler). Passiver Brandschutz verhindert die Ausbreitung von Feuer und Rauch durch bauliche Massnahmen (Brandschutztüren, Brandschutzwände, Brandschutzverglasungen).

Flucht- und Rettungswege

Wie oft müssen Flucht- und Rettungswegpläne aktualisiert werden?

Flucht- und Rettungswegpläne sollten bei jeder baulichen Veränderung oder Nutzungsänderung aktualisiert werden – mindestens jedoch alle 2 Jahre überprüft werden.

Welche Mindestbreite müssen Fluchtwege haben?

Gemäss VKF-Brandschutzrichtlinien müssen Fluchtwege mindestens 1,2 m breit sein. Bei mehr als 200 Personen sind 1,8 m vorgeschrieben. Fluchtwege müssen jederzeit frei und beleuchtet sein.

Müssen Notausgänge beleuchtet sein?

Ja – Notausgänge und Fluchtwege müssen mit einer Sicherheitsbeleuchtung ausgestattet sein, die auch bei Stromausfall funktioniert. Rettungszeichen müssen gut sichtbar und dauerhaft beleuchtet oder nachleuchtend sein.

Brandschutz zu Hause

Welcher Feuerlöscher eignet sich für den Hausgebrauch?

Für den Hausgebrauch empfehlen wir einen 6-kg-Pulver- oder 6-Liter-Schaum-Feuerlöscher (Brandklassen A und B). Für Küchen zusätzlich einen Fettbrand-Feuerlöscher (Brandklasse F) oder eine Löschdecke.

Was ist eine Löschdecke und wann wird sie eingesetzt?

Eine Löschdecke ist eine feuerfeste Decke aus Glasfaser oder Kevlar. Sie wird über brennende Gegenstände gelegt, um den Brand durch Sauerstoffentzug zu ersticken. Ideal für kleine Küchen- und Fettbrände sowie bei Personenbränden.

Wie verhalte ich mich richtig im Brandfall?

1) Ruhe bewahren. 2) Alarm auslösen und Feuerwehr rufen (118). 3) Personen warnen und Gebäude über Fluchtwege verlassen. 4) Türen schliessen (nicht abschliessen). 5) Nur kleine Brände selbst bekämpfen. 6) Aufzüge nicht benutzen.

Wartung & Prüfpflichten

Was passiert wenn ich meinen Feuerlöscher nicht warten lasse?

Nicht gewartete Feuerlöscher können im Brandfall versagen. Zudem erlischt die Garantie und im Schadensfall kann die Versicherung die Leistung verweigern. In Betrieben drohen bei fehlender Wartung Bussen und behördliche Auflagen.

Gibt es eine gesetzliche Pflicht zur Brandschutzschulung?

Ja – gemäss Schweizer Arbeitsgesetz (ArG) und SUVA-Vorschriften sind Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeitende über Brandgefahren und Verhaltensweisen im Brandfall zu instruieren. Wir empfehlen eine Schulung alle 2–3 Jahre.